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Nachhaltiges Recruiting – nur ein Hype oder tatsächlich eine sinnvolle Investition?

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Nachhaltiges Recruiting – nur ein Hype oder tatsächlich eine sinnvolle Investition?

Am 20. November fand das SEETALENT HR-Breakfast in Kooperation mit Sport-Job in der Designwerkschau München statt. Unter der Fragestellung: „Ist Nachhaltigkeit der nächste Hype im Recruiting und dem People Management?“ diskutierten wir, gemeinsam mit Marina John von der inovex GmbH, Miriam Schilling von der VAUDE GmbH & Co. KG, Martin Philip von  der SC Networks GmbH und Philip Greulich von der Bean United GmbH.

 

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Die Podiumsgäste beim HR-Breakfast von Seetalent und Sport-Job.

Nachhaltiges Recruiting – was ist das überhaupt?

 

 Diese Frage wurde uns vorab häufig gestellt. „Was genau meint ihr, wenn ihr von nachhaltigem Recruiting sprecht? Das ist ein weites Feld.“

Recruiting ist dann besonders nachhaltig, wenn ein Unternehmen es schafft, Mitarbeitende langfristig zu binden. Ein Beispiel dafür hat Martin Philip, Geschäftsführer SC Networks, in unserer Podiumsdiskussion erzählt: Beim Umzug seiner Firma in neue Räume wurden die Mitarbeitenden von Anfang an in die Strukturierung und das Design der neuen Räume integriert. Denn, das leuchtet ein, Mitarbeitende, die sich in ihrem Arbeitsumfeld besonders wohl und ernstgenommen fühlen, entwickeln eine Verbundenheit zum Unternehmen und bleiben diesem somit länger treu.

Doch auch die Frage nach dem Thema Nachhaltigkeit im Recruiting-Prozess war Teil unseres HR-Breakfasts.

 

Miriam Schilling, HR-Leiterin des Textilherstellers VAUDE zeigte beeindruckend, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Lippenbekenntnis sein darf, wenn es auch nachhaltig wirken soll.

So hat VAUDE trotz seiner ländlichen Lage in Tettnang aktuell keine Probleme bei der Besetzung offener Stellen. Zurückzuführen ist dies auf das langjähige Engagement von VAUDE bei der nachhaltigen Produktion ihrer Textilien sowie den andauernden Bemühungen des Unternehmens auch am Unternehmensstandort klimaneutral zu wirtschaften. Themen wie die eigene Kantine, der eigene Kindergarten sowie die Förderung von Fahrgemeinschaften und E-Bikes schliessen diesen Kreis. Da VAUDE mit ihrer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie auch oft in der Presse vertreten sind, bewerben sich viele potentielle Mitarbeitende proaktiv, um mit der Unternehmenszugehörigkeit zu VAUDE auch ein persönliches Statement zu setzen.

Schnell stellt sich die Frage:

Muss ein Unternehmen ein nachhaltiges Produkt haben, um Nachhaltigkeit glaubwürdig zu leben?

 

Marina John, Referentin People & Culture bei der inovex GmbH, beweist eindrucksvoll, dass dies nicht zwingend notwendig ist. Das Unternehmen, das im IT-Bereich mit sieben deutschen Standorten und 350 Mitarbeitenden tätig ist, verbinden die meisten auf den ersten Blick nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit. Doch da den Mitarbeitenden das Thema Nachhaltigkeit wichtig ist, bietet inovex ihnen Zeit und Ressourcen an, um sich teamübergreifend dazu, sowie zu anderen Themen, die auf der strategischen Agenda des Unternehmens stehen, während ihrer Arbeitszeit einzubringen. Wie gelingt es uns im Büro Müll zu sparen? Wie können wir auf Geschäftsreisen nachhaltiger unterwegs sein? Wie gestalten wir unseren Recruitingprozess nachhaltiger? Und welche Lösungen gibt es, um auf Plastikflaschen im Büro zu verzichten? Dies sind nur einige Themen, mit denen sich die Mitarbeitenden in ihrer Projektgruppe zum Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.

Die Förderung von Bahn-Fahrten, E-Poolwagen von Tesla und eine Unternehmens-WG am Hauptsitz in Karlsruhe sind dabei nur einige der Punkte mit denen Unternehmensführung zeigt, welche wichtige Rolle den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit eingeräumt wird.

Und was passiert, wenn ein Unternehmen die ersten Schritte in Sachen Nachhaltigkeit gehen möchte aber nicht weiß wo es anfangen soll?

 

Dann ist Bean United der richtige Ansprechpartner. Mit ihrem sozial orientierten Kaffee Konzept bieten sie Unternehmen eine tolle Möglichkeit, um im Büroalltag nachhaltige Impulse zu setzten. Pro verkauftem Kilo Kaffee werden einem Kind in Burundi zehn Schulmahlzeiten gespendet.
Das auch der Anbau und der Transport der Kaffeebohnen nachhaltig sind, dafür setzten sich die beiden Brüder und Gründer täglich selbst ein – ob in der Kaffeemanufaktur in Bayern oder auf den Plantagen vor Ort.

Eines ist nach unserem HR-Breakfast klar:

 

Nachhaltiges Recruiting ist nicht eindimensional. Es gibt nicht den einen, richtigen Weg. Viel entscheidender als das Was oder das Wie, ist das Machen an sich. Nach den ersten Schritten ergeben sich die Nächsten wie von selbst.

Die Redner und Rednerinnen unseres HR-Breakfasts beweisen, dass das „Machen“ auch zu Erfolgen führt. Hin zu zufriedenen, verbundenen Mitarbeitenden.

Ist also Nachhaltigkeit im Recruiting & People Management ein Hype?

 

HR-Breakfast-Recruiting-Seetalent

Austausch und Networking beim HR-Breakfast.

Zurzeit ist Nachhaltigkeit ein gehyptes Thema, darin waren sich alle einig. Aber manchmal braucht es eben den Hype, damit viel mehr Aktivitäten angestoßen und sichtbar werden.

 

Sie konnten am 20.11. in München nicht dabei sein?
Da das Thema “Nachhaltigkeit im Recruiting & People Management” so großen Anklang fand, haben Sie die Chance, sich am 23. Januar 2020 in Augsburg mit uns, unserem Kooperationspartner BARMER und vielen HR-Verantwortlichen, auszutauschen. Hier geht’s zur Anmeldung.